Teil 1- Die Küste
In allen Einzelheiten zeigt dieser Film die schönsten Abschnitte der ostpreußischen Küste aus der Luft, im Wechsel dazu Bodenaufnahmen von den markantesten Stellen. Eine immer wieder eingeblendete Landkarte veranschaulicht die Flugroute. Wir starten vom , altem Königsberger Flughafen Devau und fliegen zunächst über die Stadt und den Hafen zur Pregelmüni ung und auf das Frische Haff hinaus. Parallel zum Königsberger Seekanal geht es bis zum Peyser Haken, wo wir nach Nordwesten schwenken, um quer über das Fischhausener Wiek zur Ostseeküste zu gelangen, die wir dann 110 Kilometer lang nicht mehr verlassen. Den ersten „Sprung an Land" unternehmen wir bei Palmnicken mit seinem berühmten Bernsteinwerk. Weiter geht es entlang der Bernsteinküste, vorüber am„Galgenberg" bei Groß Dirschkeim und um Brüsterort herum, nach Groß Kuhren und zu den berühmten Ostseebädern Rauschen, Neukuhren und Cranz. Der schmale Landstreifen der Kurischen Nehrung mit seinen Dünen und Wäldern zwischen Haff und Ostsee bietet aus der Luft einen überwältigenden Anblick, an dem man sich nicht sattsehen kann. Genauer unter die Lupe nehmen wir die idyllischen Nehrungsdörfer Sarkau, Rossitten und Pillkoppen. Vor Nidden müssen wir leider abdrehen, da hier die litauische Lufthoheit beginnt. Zurück fliegen wir auf der Innenseite der Nehrung und am südlichen Haffufer entlang, vorbei an Schaakswitte und Rinderort bis Labiau. Ein letzter Höhepunkt ist das weite und fruchtbare, von Alleen durchzogene östliche Samland, bevor wir wieder in Königsberg landen, allerdings nicht, ohne noch einen Bogen über die Innenstadt zu fliegen. - Genießen Sie die Schönheit Ostpreußens aus einer Perspektive, wie sie bisher nur wenigen vergönnt war.
Reisedokumentation, Laufzeit: 52 Minuten
Teil 2- Von Königsberg bis Insterburg
Das Pregeltal, Ostpreußens zentrale Lebensader, ist der Leitfaden dieses Films; Königsberg, Tapiau, Wehlau und Insterburg sind die Hauptstationen. Mit den aufregenden Szenen eines Fallschirmspringertages über Königsberg beginnt unsere Flugreise. Aus der Vogelperspektive suchen wir das Panorama der zerstörten ostpreußischen Hauptstadt auf historische Gebäude ab. Dabei schauen wir uns die sehenswerten Ecken - sofern sie nicht schon in unserem Dokumentarfilm „Ostseestadt Königsberg" abgehandelt sind - auch aus der Nähe an. Erste Station auf dem Flug ins Landesinnere wird Arnau sein, dessen geschichtsträchtige Kirche durch eine bundesdeutsche Initiative renoviert werden soll. Die „R 1", die Reichsstraße Nr. 1, weist uns den Weg nach Tapiau, das den Zauber einer ostpreußischen Kleinstadt noch nicht verloren hat. Wehlau dagegen, einstmals die Stadt mit dem größten Pferdemarkt Europas, ist nur bruchstückhaft zu rekonstruieren. Bei Taplacken, wo die R 1 den Pregel überquert und die R 138 nach Tilsit abzweigt, entdecken wir noch die Reste der Burg. Und immer wieder begleitet uns der Pregel - bis Insterburg, wo er aus dem Zusammenfluß von Angerapp und Inster entsteht. Dort, in der einstigen Hauptstadt der altpreußischen Landschaft Nadrauen, besichtigen wir die noch intakten Straßenzüge und verschaffen uns wiederum einen Rundumblick aus der Vogelperspektive. Die weiten Wiesen um Insterburg und die federnden Böden entlang der Angerapp trugen dazu bei, daß die alte Garnisonstadt zu einem Mittelpunkt der Pferdezucht und der Turnierreiterei wurde. Enden wird die Reise daher mit einem Besuch auf dem nahe gelegenen Gestüt Georgenburg.
Reisedokumentation, Laufzeit: 62 Minuten
Teil 3- Rominter Heide- Trakehnen- Elchniederung
Zwei landschaftliche Schwerpunkte bestimmen diesen Film: die „Große Wildnis" - so nannte man Ostpreußens östlichen Grenzraum gegen Litauen - und die Elchniederung mit ihren Flüssen und Kanälen. Die wunderbaren, noch nie gesehenen Flugaufnahmen setzen hinter Insterburg ein, wo Teil II des Fluges über Nord-Ostpreußen endet. Das Tal der Pissa geleitet uns zunächst nach Gumbinnen, der Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirkes. Nach der Besichtigung fliegen wir weiter nach Ebenrode, der vorletzten Station der Ostbahn vor der litauischen Grenze. Diese erreichen wir bei Vistytis am Wystiter See, wo mit der Rominter Heide das große Waldgebiet beginnt, das zu Beginn der Ordenszeit bewußt als Verhauzone gegen die heidnischen Litauer belassen wurde und das später als kaiserliches Jagdrevier und Naturschutzgebiet Berühmtheit erlangte. Nicht weniger berühmt ist Trakehnen, das Heiligtum der Pferde, mit dem die erste Hälfte des Filmes ihren Höhepunkt erreicht. Ein Flug quer über das menschenleere und unbestellte Land mit einer Zwischenstation in Kreuzingen schlägt den Bogen zum Elchwald in der Memelniederung, dem einst größten Nationalpark des Deutschen Reiches. Über dem Großen Moosbruch steigen wir um in ein Motorboot, um mit der Laukne, der Wiepe und dem Timberkanal einen kleinen Ausschnitt des weitverzweigten Memeldeltas aus der Nähe zu erleben. So gelangen wir in das verwunschene Fischerdorf Elchwerder und über das Kurische Haff auch nach Gilge, in das größte und schönste der Haffdörfer. Diesem zweiten Höhepunkt schließt sich ein Flug entlang dem Großen Friedrichs-Graben zur Kreisstadt Labiau an, in der wir kurze Zeit verweilen, um schließlich über Groß Legitten in die Provinzhauptstadt Königsberg, den Dreh- und Angelpunkt Ostpreußens, zurückzukehren.
Reisedokumentation, Laufzeit: 73 Minuten
Gesamtspielzeit: 187 Minuten